Maun
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Bei der Abfahrt aus der Nxai Pan schauten wir uns noch Baines Baobabs an. Drei (eigentlich vier) riesige uralte Baobabs, die als Wegemarke von den weißen Pionieren, Händlern, Jägern und Missionare; genutzt wurden. Bekannt wurden diese beeindruckenden Baumriesen durch den namensgebenden Maler … Baine, der sie 18 …. malte und mit diesen Bildern ein Teil zur „weißen“ oder kolonialen Kultur Botswanas zusteuerte und damit ein Ziel für jeden Besucher der großen Salzpfannen Botswanas festschrieb.
Diese Baobabs liegen an einer kleinen Salzpfanne, in denen sie sich bei ausreichendem Wasserstand spiegeln. Dieses Schauspiel wurde uns jetzt nicht zu teil.
Und noch, quasi als Nachtrag, ein paar Fotos zur Nxai Pan und zu Baines berühmten Motiven Auf der Fahrt auf der Autobahn A3 Richtung Westen nach Maun sahen wir am Straßenrand einen Teil der Rüsseltiere, nach denen wir mit der im letzten Bericht genannten Ausnahme in der Nxai Pan vergeblich Ausschau hielten. Sie bedienten sich an der öffentlichen Wasserleitung.
Maun ist das Tor zum Okavangodelta und sicher die „Tourismushochburg“ im erweiterten Bereich des Vierländerecks Namibia, Botswana, Sambia und Zimbabwe. Von hier lassen sich zahlungskräftige Gäste zu den diversen, regelmäßig teuren Lodges (600 – bis über 1300 Euro pro Person und Nacht) ins Delta fliegen und die Individualtouristen finden hier einen alle Bedarfe bedienenden Relaispunkt zwischen den Makgadiagadi- und Nxai Pfannen, dem Makadigadigadi Nationalpark, dem Botetiufer und dem zauberhaften Moremi Game Reserve mit dem sich anschließenden Chobe Nationalpark.
Vielleicht zu den Preisen eine Erläuterung: Neben der offiziellen Tourismuspolitik der Regierung, siehe vorvorheriger Bericht, muss man natürlich in Rechnung stellen, dass die Safari Lodges im Delta nur eine beschränkte Saison haben. Alle Güter müssen per Kleinflugzeug angeliefert werden und für im Durchschnitt vielleicht 8 bis maximal 20 Touristen muss einerseits eine vollwertige gastronomische Infrastruktur und anderseits eine Wildnis erfahrbar machende Infrastruktur mit kompetenten Guides, hochwertigen „Game Drive Fahrzeugen“, Booten und die dafür benötigte Logistik bereitgestellt werden.
Tina und ich genossen das rege Treiben dieser bunten quirligen Stadt, die vor gar nicht allzu langer Zeit ein kaum erreichbarer und öder Endpunkt der Zivilisation war.
Genießen heißt tatsächlich Genießen: Wir mieteten uns für zwei Tage in der Waterfront Lodge, direkt am Thamalakane (Was dem Kölner „singe Ring“ (Rhein) ist dem Mauner sein Thamalakane) gelegen, ein. Fantastische Zimmer, ein Bad mit freistehender Wanne – und oh welche Wonne, Brot nach europäischer Machart (Sauerteiggraubrot) zum Frühstück und ein toller Service. Zwei weitere Tage verbrachten wir im Sedia Hotel mit parkähnlichem Garten, Riesenpool, ebenfalls schönen Zimmer und auch gutem Service.
Und nach ca. 18 Tagen in denen Schmalhans Küchenmeister war (Siehe Bericht: Unser Tagesablauf – wie leben wir auf Pad (folgt)) fanden wir mit dem „Tandorei“ ein hervorragendes indisches Restaurant und mit Marc`s Eatery ein weiteres Restaurant zum Genießen. Wenn Ihr mal nach Maun kommt, dies sind zwei Plätze zum lecker Essen😉
Und apropos Genießen: Wir fanden ein nettes Team für einen Rundflug über das Okavango Delta.
Ihr erinnert Euch an die Geschichte mit den Sandboards? Wohin damit, wenn sie verdreckt sind? Safarihauptstadt Maun heißt, hier gibt es (fast) alles für Safaris, auch die Firma Kalahari Kanvas, die vom professionellen Safarigroßzelt bis zum Waschbeutel alles aus extrem stabiler „Ripstopbaumwolle“ fertigen. Innerhalt von zwei Tagen nähten sie uns maßgefertigt genau die richtige unkaputtbare Tasche für unsere kostbaren Bergehilfen und die Schaufel. Ich denke, sobald wir wieder Netz haben, finden wir ein Angebot über maßgeschneiderte Sitzbezüge vor. Ach ja, für Linkslenker geeignete Amaturenbrettauflagetaschen waren vorrätig und erleichtern uns jetzt das Verstauen von all dem Kleinkram der Unterwegs zur Hand sein muss.
Und wir fanden auch einen Land Cruiser im Stile der Cruiser von Extremfahrzeuge.