Fahrt nach Osten, Etosha und Kavango
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Von Hobatere geht es weiter in den Etosha Nationalpark. Wir starten im Westen am Galton Gate und fahren nach Okaukuejo, wo wir eine Campsite reserviert haben. Zum Glück hatten Gerda und Nickie uns darauf hingewiesen, dass es im ganzen Nationalpark keinen Treibstoff gibt, wir haben also bereits in Kamanjab beide Tanks gefüllt. Wie andere Touristen damit zurecht kommen ist mir ein Rätsel, zumal am Gate keinerlei Hinweis gegeben wird…
Auch in Etosha hat es viel geregnet, am Straßenrand sind regelrechte Sümpfe entstanden. Die Tiere sind dadurch natürlich nicht an den Wasserlöchern, sondern überall verteilt, wir sehen eigentlich „nur“ Springböcke. Davon aber sehr viele.
Abends gibt es in Okaukuejo faszinierendes Wetterleuchten, stundenlang, aber der Regen kommt nicht. Die Campsite ist ok, das Waschhaus müsste aber unbedingt öfter gereinigt werden…ich verzichte heute auf die Dusche…
Auf der Weiterfahrt nach Namutoni sehen wir zuerst viele Zebras. Und dann geht´s los: Springböcke, Oryx, Kudus, Giraffen, Impalas, Gnus und ein Rockmolitor (Waran). Als einige Fahrzeuge am Wegrand stehen stellen wir uns dazu und werden mit 4 Löwinnen belohnt, die entspannt im Gras liegen. Und um das Erlebnis komplett zu machen, sehen wir kurz vor dem Camp noch einen Geparden, der die Jagd auf Springböcke allerdings nur andeutet. Wahrscheinlich noch satt vom Frühstück.
In Namutoni werden wir sehr freundlich auf der Campsite empfangen, der Zustand des Waschhauses ist deutlich besser. Bis ein Schrei aus der Damenabteilung ertönt: „Kobra“…da hat der kleine Junge, der seine Mutter wohl zum Duschen begleiten wollte, allerdings seeehr übertrieben. Die Schlange ist nicht dicker als mein kleiner Finger und liegt ganz ruhig unter dem Waschbecken. Trotzdem informieren wir den Guide, aber auch er sieht keine Gefahr. Das ist eben Natur.
Den Weg in den Caprivi unterbrechen wir bei Grootfontein auf der Dornhügel Gästefarm. Claudia und Uwe werden sich vielleicht erinnern, da waren wir auch auf unserer gemeinsamen Tour. Sehr schönes Zimmer und zum Abendessen einen unfassbar guten Oryx-Braten und traumhaften Shiraz.
Besonders interessant auch die Gespräche beim Abendessen mit dem Mitarbeiter John. So stellt sich z.B. die Frage, ob die moderne namibianische Gesellschaft die Jahrhunderte alte Tradition der Himba, Mädchen im Alter von 12 – 13 Jahren mit deutlich älteren Männern zu verheiraten, verbieten darf. In einem Land, das so viele Völker und Kulturen vereint, ergeben sich eben große Herausforderungen…
Von Grootfontein geht es am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück weiter über Rundu nach Divundu.
Wow, fette Belohnung nach der Zeit mit viel Regen und wenig Tieren! Ich liebe Euren Blog.
😉 es macht richtig Spaß, euren Blog zu lesen und die tollen Fotos anzuschauen. Mega. Danke 😉