Lekhubu Island, Makgadigadi und Nxai Pan NP

13. April 2023 2 Von Tina

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Lekhubu/Kubu Island

Bei der Ausfahrt aus dem CKGR weisen uns entgegenkommende Touristen auf ein Rudel Wildhunde hin, die „direkt an der Pad“ seien. Leider sind diese entweder sehr gut getarnt oder es handelt sich um einen botswanischen Aprilscherz, wir sehen sie jedenfalls nicht. Nachdem wir uns durch den Park und über die Zufahrt gearbeitet haben geht es zurück nach Lethlakane, um von dort unsere nächste Station Lekhubu/Kubu Island anzusteuern. In Lethlakane bekommt erst Nyati frisches Futter (Benzin), dann füllen wir im hochmodernen Einkaufszentrum unsere Trinkwasservorräte auf. Da wir an der Tankstelle kein Brauchwasser bekommen haben leisten wir uns den Luxus, einige der 5l Trinkwassesr-Kanister in den Tank für Spül- und Duschwasser umzufüllen.

Kurz überlegen wir, in Lethlakane zu übernachten, weil es doch schon nach Mittag ist. Das Navi ist aber der Meinung, bis Lekhubu Island seien es nur 98 km und diese in 2 Stunden zu schaffen. Das glauben wir (zum Glück, wie sich bald zeigen wird), und fahren los.
Die Strecke am Rand bzw. durch die Sowa Pan ist unbeschreiblich. So etwas habe ich noch nicht gesehen, nur Weite und Weite und Weite… Bernd meint, dass ich die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht hatte, da wir nur so über die Salzpfanne fliegen.

Nach einigen Kilometern wird der Untergrund feuchter, und jetzt zeigt sich, dass wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind: das erste Fahrzeug einer Gruppe Landcruiser (plus ein Jimny) aus Südafrika hat sich im Matsch festgefahren, der zweite Wagen, der helfen will, hat auch seine Mühen. Wir halten an und stellen fest, dass es schon zu Fuß schwierig ist, weiterzukommen. Und wir wiegen keine 4 Tonnen…
Einer der Südafrikaner hat eine Drohne dabei und wir sehen auf deren Bildern, dass die Strecke bis zum Ziel keineswegs besser wird sondern komplett unter Wasser steht. Er weiß auch von einem festgefahrenen Fahrzeug zu berichten, das erst nach 3 Tagen geborgen werden konnte…und das ist auch mit ausreichend Trinkwasser an Bord kein Spaß. Wir beschließen, im Konvoi mit den Südafrikanern zunächst zurück und dann über die alternative, weiter nordwestlich gelegene Zufahrt zu fahren. Das klappt hervorragend und wir erreichen in der Abenddämmerung Lekhubu Island. Schmankerl am Rande: bei unserem Stopp kommen zwei Mitarbeiter der Community, die das Camp auf der Insel betreibt, im Hilux vorbei. Und die fahren problemlos die von uns als nicht fahrbar eingestufte Strecke (immer mittig durchs Wasser) und begrüßen uns später mit zufriedenem Grinsen an der Reception.

Pfanne ohne Grenzen

Nyati in der Pfanne…

…und mit Tina

der südafrikanische Konvoi

Sonntagsessen

Auf Lekhubu Island bleiben wir für 4 Nächte, und das ist sehr gut so. Wir sehen zwar keine Wildtiere (nur Pferde und Rinder), aber die Insel (eigentlich „nur“ eine Erhöhung in der Pfanne um 20 Meter mit einer Länge von 1 km) beeindruckt mit riesigen Baobabs, südafrikanischen Kastanien und grandiosen Gesteinsformationen (die mich ein bisschen an die Seychellen erinnern) und wir können mal so richtig ausruhen. Generell stellen wir fest, dass wir zukünftig eher länger an einer Stelle bleiben wollen als zu oft den Ort zu wechseln inklusive der damit verbundenen oft langen Transferstrecken.

Mond über der Pfanne

Es grünt…

…und blüht

Baobab

groß und klein

imposante Steine

Makgadigadi Pans NP

Nachdem wir uns also prächtig erholt haben, wird es wieder abenteuerlicher, es geht in den Makgadigadi Pans und Nxai Pan NP. Diese erstrecken sich mit über 5500 km² Fläche zwischen den größten Salzpfannen der Erde und den Ausläufern des Okavangodelta. Die Straße zwischen Nata und Maun trennt den Park in einen nördlichen (Nxai Pan) und einen südlichen (Makgadigadi Pans) Sektor.

Der Makgadigadi Pans NP umfasst die gleichnamige Salzpfanne und grenzt im Westen an den Boteti. Offenbar ist so wenig los, dass das Gate am Eingang zum Nationalpark nicht besetzt ist. Wir tragen uns natürlich trotzdem ordentlich ins Besucherbuch ein. Unsere Campsite liegt wunderschön und sehr einsam. Auf der Fahrt dorthin und beim Afternoon Drive sehen wir riesige Zebraherden, viele Oryx und Strauße und Bernd entdeckt sogar Löffelhunde. Ein weiterer fantastischer Sonnenuntergang, der Blutmond geht auf, und wir sind im Umkreis von 50 km die einzigen Menschen…

Am nächsten Morgen geht´s an den Boteti. Den haben wir von der Tour 2014/2015 noch in sehr guter Erinnerung. Und auch diesmal bin ich überwältigt. Stellt Euch ein weites, grüner Flusstal vor, und darin Zebras, Gnus, Springböcke, Impalas. Die Zebras in einer Menge, wie ich sie noch nie gesehen habe. Immer weitere Tiere stürmen die Uferböschung herunter ans Wasser. Wahrscheinlich findet hier das alljährliche Familientreffen aller Zebras Botswanas statt.

In der Nähe des Hippo Pool (in dem, wie anzunehmen, einige Flusspferde genüßlich vor sich in grunzen) sehen wir zunächst einen einzelnen Elefantenbullen. Wir fahren näher ran und müssen gleich wieder stoppen, weil weitere Elefanten unsere Pad kreuzen, Bis zu 40 Tiere versammeln sich am Wasserloch, trinken und nehmen ausgiebige Schlammduschen. Es ist ein Paradies, wir können uns kaum satt sehen!

Am Boteti

der erste Elefant

Schlammdusche

gerne auch zu zweit

es werden immer mehr

Ausguck

Kudu beim Grasen

aber immer aufmerksam

mal ein Einzelexemplar

im Portrait

und Bernd kann doch Glanzstare fotografieren!

alles unter Kontrolle

aufmerksame Zebras…

…auch beim Futtern

Kudubulle

spezielle Haarfarbe…

kernig Kerlchen!!!

unterschiedliche Schuhgrößen

Oberst Hathis Elefantenparade

ein weiterer unvergesslicher Tag geht zu Ende

Auf der Rückfahrt zur Campsite steht noch eine Giraffe am Wegrand, und beim Abendessen sehen wir 2 weitere Elefanten ca. 500 Meter von unserem Camp entfernt…

Nxai Pan NP

Nach 2 Nächten in Makgadigadi geht es weiter in den Nxai Pan NP. Dazu müssen wir nur „kurz über die Straße“ (an der Ausfahrt gibt es gar nicht erst ein Gate) und dann ca. 40 km durch den Park zum South Gate Camp. Hier gibt es nach Tagen im Busch mal wieder „richtige“ Sanitärgebäude. Und auch wenn es mir nichts ausmacht, mich an der Spülschüssel mit dem Waschlappen zu waschen oder sparsam die Außendusche zu benutzen: mal wieder unter fließendem Wasser Haare waschen ist ein Hochgenuss!

Abends zieht ein großer Elefant in aller Ruhe am Camp vorbei. Die starke Befestigung der Sanitärgebäude mit Stahlspikes funktioniert, da kommt kein Elefant (mehr) ran. Früher haben die Tiere regelmäßig Wasserleitungen aufgerissen.
Wir fahren jeweils morgens vor dem Frühstück raus und werden mit vielen, vielen Giraffen (ohne Schlammloch wie an der Deception Pan) und einer riesigen Springbock-Herde belohnt.