Von Madikwe in Richtung Marakele Nationalpark in das Waterbergmassiv
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Von Madikwe geht es ziemlich direkt nach Osten, wobei die Landschaft allmählich ansteigt, der Boden grüner und feuchter und die Farmen gigantischer werden. Nicht nur die Felder und Weiden sind hier riesig, auch die unterschiedlichen Minen sind einfach gewaltig.
Nun gibt es nach unendlich erscheinenden Ebenen endlich wieder richtige Berge und so etwas ähnliches wie Passtrassen. Da freut sich der Fahrer, also ich, über 280 PS, besonders beim Überholen der gewaltigen Lastwagen, die hier im Fernverkehr eine Kombination von Anhängerzug und Sattelaufliegern sind und ewig lang erscheinen.
Richtige Berge heißt also richtige Berge und die sind oft wunderschön anzusehen, schroff, rotfelsig, mit senkrechten Abstürzen, Terrassen, Koppies oder auch einfach grün bewaldet, ja richtig bewaldet mit richtigen mächtigen Bäumen.
Natürlich macht sich auch hier der Bergbau und die Minen bemerkbar: Unser geplantes Adventure Camp mit 4×4 Erlebnisstrecke, Zeltplatz und Wandermöglichkeit ist einfach nicht mehr da und so hängen wir zwei Tagen in der Thabazimbi Country Lodge ab. Wir nutzen die Zeit um unsere Vorräte aufzufüllen. Die Supermärkts sind hier mindestens so gut sortiert wie prämierte Edeka-Märkte in Deutschland und das Personal lebt Kundenorientierung. Verschlissene Outdoorkleidung und Ausrüstung ergänzen wir in den Shops für die Farmer oder in den Outdoorläden, die Produkte weit jenseits „Chinascheiss“ anbieten. Hochwertige Baumwollkleidung und ähnliches wird in Südafrika und Lesotho gefertigt.
Mittlerweile ist unser Tipp, sich Klamotten für Afrikareisen nicht in Europa sondern hier zu besorgen.
Nach zwei Tagen fallen wir bei Monika, Dave und ihren sieben adoptierten Hunden im „Marula Cottage“ ein. Maximal urig (im Sinne von gemütlich und mit dem Sinn für Kleinigkeiten) und dem Gefühl, nicht in einer professionellen Lodge zu sein, sondern mal eben bei guten Bekannten vorbeizuschauen. Sich lecker bekochen zu lassen (Monika dabei am Küchentresen sitzend zuzuschauen und sich zu unterhalten, während Dave den Sun Downer mixt), am Pool liegend die unbeschreibliche Aussicht auf das Waterberg Massiv zu genießen oder im Zimmer Bilder zu sortieren ist eine schöne Unterbrechung bevor es wieder „auf Pad“ geht…
… nämlich in den Marakele Nationalpark.
Tolle, atemberaubende Landschaften!!!