4. große Safari

12. Dezember 2024 3 Von Bernd

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Der Sommer in Europa ist Geschichte, der Winter hielt bereits Einzug und Tina und ich fliehen hier vor 44 Grad Hitze ohne merkliche Abkühlung in der Nacht…

Der Reihe nach: Die Frühjahrstour war mit den Schwerpunkten Limpopo Region in Südafrika, Kruger Nationalpark und Lodge-Tour im Nordwesten Namibias eher etwas zahmer oder besser zivilisierter angelegt. Die aktuelle Tour sollte nun wieder mehr in die einsamere Wildnis gehen. Voll Begeisterung erzählte ich meinem sehr lieben Bekannten Lutz vom südlichen Afrika und lud ihn und seine Frau Daiva ein „Ihr müsst das auch mal kennenlernen“. Womit ich nicht rechnete, war, dass Lutz am nächsten Tag zurückrief und sagte, sie wären schon bei der kommenden Tour eine Weile mit von der Partie. Spontanität, über die Tina und ich uns sehr freuen.

Aus organisatorischen Gründen, und um den beiden einen vielfältigen ersten Eindruck vom südlichen Afrika zu geben, planten wir um und werden uns diesmal wieder der Limpopo Region, dem Kruger Park mit seiner landschaftlichen Vielfalt und seinem unglaublichen Tierreichtum, Eswatini, Lesotho, den Drakensbergen und weiteren Teilen Südafrikas widmen und unsere Tour im Damaraland in Namibia ausklingen lassen. Eine volle Packung ausgesetzter Wildnis wollen Tina und ich in der Ost- und der Nordecke das Kgalagadi Parks, also in den zu Botswana gehörenden Mabuasehube und Kaa Regionen genießen.

Aus familiären Gründen starte ich die Tour allein, Tina kommt etwas später nach. Mein erster Weg führt mich ins Damaraland zu unseren neuen Freunden Gerda und Nickie, die hier die sehr exklusive Mowani-Lodge leiten und ab nächstem Jahr mit einer Reihe ganz besonderer Safari-Selbstfahrer-Angebote starten, die uns neben der Sympathie für die beiden so überzeugt, dass wir uns in dieses Projekt „Gravel and Dust“ einbringen. Dazu werdet ihr ab Frühjahr 2025 weitere Informationen erhalten. Für alle, die mit dem Gedanken spielen, Gegenden im gesamten Raum des südlichen Afrikas in sehr besonderer, aber bezahlbarer Weise kennenzulernen oder näher kennenzulernen: Seid sehr gespannt.

Im Gebiet um Mowani, Twyfelfontein, Brandberg könnte man wochenlang auf Entdeckungsreise gehen. Ich lasse es für diesmal mit der Suche nach Wüstenelefanten im Aba-Huab, die ich nicht finde, und einer Exkursion zum Doro-Krater bewenden. Dabei kommt mein Spieltrieb voll zum Zuge und ich habe viel Spaß an den schönen Offroad-Strecken.

Wildes Damaraland

Offroadspielplatz 1

Offroadspielplatz 2

Und immer wieder Tafelberge

So heiß, daß die Steine platzen…

…und trotzdem gibt es Leben

Doro-Krater: Mittelpunkt des Nirgendwo

verloren in der Weite des Doro-Kraters

typische Koppie

Der kann was!

3 Bier bitte

Hier haben Giganten Boule gespielt

gut ausbalanciert

Endlich kann ich aber auch Tina vom Flughafen abholen und wir akklimatisieren uns in der River Crossing Lodge bei Windhoek, bevor wir dann voller Vorfreude zum Löwenkraulen in den Kgalagadi Park fahren.

Allerdings empfängt uns der Kgalagadi Park mit wenig Tieren aber einer wahrhaft höllischen Hitze. 44 Grad tagsüber, kaum merkliche Abkühlung in der Nacht und um 08:00 Uhr morgens bereits wieder 34 Grad sind einfach zu viel. Unser Flüssigkeitsbedarf steigt enorm, und die gebuchten Plätze in Mabuasehube und Kaa haben bekannterweise kein Wasser. Alle nicht im Kühlschrank gelagerten Flüssigkeiten nehmen schnell die saunaähnlichen Innenraum-Grade an, außenbords zu befestigende Wassersäcke sind eine Einladung an die Löwen, doch mal auf einen Drink vorbeizuschauen. Bei diesen Temperaturen ist es absolut unkommod, sich vor den in Mabuasehube durch die Camps streifenden Löwen im Auto zu bergen. Von der Anstrengung, eventuell das Auto ausgraben oder nur ein Rad wechseln zu müssen, ganz zu schweigen.
Wir sind mehrmals im Dezember und Januar in dieser Gegend gewesen, eine solche Hitzewelle haben wir noch nie erlebt.
Trotzdem hier einige Fotos:

Groß und etwas kleiner

Gewusel an der Wasserstelle

Auch das Gnu sucht den Schatten

Straußenkindergarten…

…und der stolze Vater

Oryxkuh im Sonnenglast

Natürlich ist auch der Schakal durstig

Die Nacht senkt sich über die Wüste

Aber wir sind ja flexibel, wenden Nyati nach Süden und finden durch die fantastische Hilfsbereitschaft des Managers des ausgebuchten Protea Marriot Hotels in Upington im River Place Manor eine paradiesische Möglichkeit, uns herunterzukühlen und wieder eine Nacht zu schlafen, ohne das Bettzeug in einen nassen Waschlappen umzufunktionieren.

Und die Löwen…besuchen wir wahrscheinlich im Rahmen des o.g. Projekts im Juli, wenn hier Winter ist.

Garten…

…mit Pool zum Abkühlen

Blick auf den Oranje…

…im Abendlicht