Neu(es) Land für uns: Simbabwe
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Für den Aufenthalt am Chobe wählen wir (vielen Dank an Anja & Thomas für den Tipp!) die Chobe River Lodge/Campsite. Die kennen wir schon von der Tour mit Claudia & Uwe, inzwischen wird sie von Gondwana gemanaged und ist deutlich schöner geworden. An der Campsite steht ein großes Zelt auf Stelzen mit Küche und Bad und Tisch und Stühlen. Das ist bei dem immer noch unbeständigen Wetter besonders angenehm. Die Lodge selbst hat eine tolle Lapa und das Abendessen ist trotz Buffet sehr lecker. Aufgrund dieser perfekten Rahmenbedingungen entscheiden wir, erst am übernächsten Tag und dann direkt nach Simbabwe weiterzufahren, anstatt die Strecke in zwei Etappen mit „Pause“ in Botswana aufzuteilen. Wir nutzen den Tag, um Auto zu werkeln (Bernd) und am Pool zu faulenzen (ich 😉).
Der Weg nach Simbabwe gestaltet sich dann völlig entspannt. An der Grenze nach Botswana geht alles sehr schnell (obwohl wir nicht jodeln, Claudia & Uwe). Auf der Transitstrecke durch den Chobe Nationalpark müssen wir mehrmals anhalten, um Elefanten passieren zu lassen. Sie sind also doch da!
Auch die Grenze nach Simbabwe in Kazungula können wir in weniger als 30 Minuten passieren. Und das inkl. Visum-Erteilung und Erfassung des neuen Carnet de Passage. Vielleicht hatten wir einfach nur Glück, vielleicht lag es am Sonntag…
In Victoria Falls ändern wir unsere Pläne, die gebuchte Lodge liegt sehr weit außerhalb, hat kein Restaurant und im (durchaus schönen) Zimmer riecht es nach totem Fisch. Die Mitarbeiterin erklärt, das läge an der Reinigung mit Domestos…wir vermuten eher, dass das Rietdach durch den Dauerregen ausdünstet. Aber das WiFi funktioniert, so dass wir eine andere Lodge buchen können, da ist dann allles ok.
Victoria Falls erkunden wir zunächst zu Fuß. Das tun offenbar nur sehr wenige Touristen, wir werden bestaunt und bei der Rückkehr will uns der Barmann in der Lodge kaum glauben. Ist aber wirklich nicht weit, und nach den langen Stunden im Auto tut die Bewegung gut. Im Städtchen ist alles auf Touristen ausgerichtet. Der Souvenirmarkt ist dominiert von Shona-Steinskulpturen. Teilweise wunderschön, aber groß und schwer. Selbst wenn wir sie im Nyati transportieren können, wäre das Fluggepäck später mehr als ausgereizt. Stattdessen entdecken wir die Galerie von Tami Walker, einer einheimischen Fotografin, die unfassbar gute Fotos gemacht hat, die man in unterschiedlichen Größen auf Leinwand kaufen kann. Ihr werdet 3 davon demnächst in unserer Diele bewundern können!
Ansonsten ist der Stadtbummel ein bisschen nervig, wie an vielen Touristenplätzen, jeder quatscht dich an und will etwas verkaufen. Naja, die Menschen müssen ihren Lebensunterhalt verdienen. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage in Simbabwe sind in den letzten Jahren mehr und mehr Menschen nach Victoria Falls gekommen, um ein Stück vom Kuchen „Tourismus“ abzubekommen. Und machen sich damit so viel Konkurrenz, dass es wahrscheinlich für alle kaum zum Leben reicht.
Nach dem Stadtleben zieht es uns wieder in den Busch, und zwar in den Zambezi Nationalpark. Der nördliche Teil beginnt gleich hinter der Stadt und bietet wunderschöne Ausblicke auf den Zambezi. Es gibt auch mehr als 20 Campsites direkt am Fluss (ohne jegliche Ausstattung), das merken wir uns für den nächsten Aufenthalt in Simbabwe. Tiere sehen wir hier allerdings bis auf Impalas keine. Und schon nach der Hälfte der Strecke geht es nicht weiter, ein großer Baum liegt quer über der Fahrspur (wahrscheinlich Elefanten-Werk). Wir haben keine Lust, mit Hilfe der Seilwinde „aufzuräumen“ und drehen um.
Der Guide am Tor zum Nationalpark hatte uns den Tipp gegeben, auch noch den südlichen Teil des Parks zu besuchen. Nach einer etwas schwierigen Anfahrt (keinerlei Beschilderung, auch google ist leicht überfordert) zeigt sich, dass das ein toller Tipp war. Kurz hinter der Zufahrt stehen Zebras und Giraffen am Wegrand, dann Eland-Antilopen. Und dann wandert ein Elefantenbulle längs der Straße. Später sehen wir noch eine Herde der seltenen Sable-Antilopen. Und das alles in einer wunderschönen Landschaft mit weiter, feuchter Marsch.
Zu Weihnachten wechseln wir die Lodge, und am 25.12. genießen wir ein aufwendiges Christmas-Dinner im Palm River Hotel, sehr nobel, sehr britisch, sehr lecker…
Auf einen Besuch der Victoria Fälle selbst verzichten wir diesmal, weil der Wasserstand des Sambezi zwar ansteigend, aber immer noch sehr niedrig ist. Und nachdem wir vor 3 Jahren in Sambia so beeindruckt waren möchten wir uns nicht von „Rinnsalen“ enttäuschen lassen.
Als vorerst letzte Aktivität in Victoria Falls unternehmen wir eine Sunset Cruise. Das Boot ist relativ klein (max. 35 Passagiere), mit sehr gemütlichen Loungemöbeln ausgestattet und der Kapitän gleitet mit nur leise tuckerndem Motor über den Fluss. Es ist magisch! Flusspferde tauchen kurz auf, am Ufer liegen Krododile…Und mit dem Sonnenuntergang wird es noch viiiiel schöner!!! Das sind so Momente, die ich in mein Herz einschließe um sie immer zu erinnern…
Die nächste Station in Simbabwe ist der Hwange Nationalpark, da gehen wir wieder richtig in den Busch. Der Bericht von dort kommt wahrscheinlich erst Mitte Januar, vorher haben wir kein Netz…
Wunderbare Bilder vom Sambezi, vor allem der Sonnenuntergang.
Kommt gut ins Neue Jahr. Wir freuen uns auf den nächsten Etappenbericht.
Liebe Grüße
Gut, dass ihr die Sunset Tour auf dem Sambezi an den Falls gewählt habt.
Wir haben uns vor ein paar Jahren auf Empfehlung in den Devils Pool gewagt und sind mit zitternden Knien zurück geschwommen. Danach gab es den besten Gin Tonic des Lebens….
Euch wünschen wir noch eine tolle Weiterfahrt.
Dankeschön fürs Teilen ihr Lieben. Wunderbar und informativ. Passt auf euch auf im Busch und auch sonst…. Liebe Grüße und einen guten Rutsch…