Am Boteti

19. Januar 2026 1 Von Bernd

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Wie Ihr am Ende des letzten Berichts gelesen habt, streichen wir unseren geplanten Aufenthalt auf Kubu (Lekhubu) Island, einer Insel im Südosten der Sowa Pan. Im April 2023 wurden wir Zeuge, wie kritisch das Befahren von Salzpfannen bei Feuchtigkeit werden kann (siehe Reise 23: Lekhubu Island, Makgadigadi und Nxai Pan NP) und fahren direkt an den Boteti. Dieser Fluß wird aus dem Okavango (soweit er nicht im Delta versickert) und dem Nhabe gespeist. Er versickert letztlich in den Makgadigadi Pans (Ntwetwe Pan), falls er überhaupt richtig läuft, und wird zum Betrieb der flächenmäßig größten Diamantenmine der Welt, der Orapa Mine, genutzt.

Für uns ist der Boteti spannend, weil sich in seinem Bett oft Wasserstellen, kleine Seen und Sümpfe finden oder Tiere auch leicht Grundwasser hervorbuddeln können. Und: Als Abfluss des Okavango führt er dann Wasser, wenn eigentlich Trockenzeit ist und löst damit gewaltige Wanderbewegungen von Zebras und Gnus aus. Da sich hier immer Wasser finden läßt, grasen ständig Tiere wie Impalas, Kudus und Elefanten sowie die üblichen Prädatoren. Der Boteti markiert die Westgrenze des Makgadigadi Nationalparks.

Am Boteti die üblichen Verdächtigen

auch neugierige Kudu-Damen

eindrucksvoller Einzelgänger

noch so einer

Bernd auf Fotopirsch

Schakal, auch auf Pirsch

im Boteti-Flussbett

Kindergarten mit Betreuerinnen

Wasserfreuden

alle dunklen Punkte sind Elefanten

In diesem hatten wir eigentlich eine absolut einsame Campsite gebucht, aber wegen der Streichung von Lekhubu Island sind wir früher am Boteti und finden mit dem Boteti River Camp einen traumhaften Platz direkt am Fluss. Da die Pfanne noch relativ wenig von Tieren besucht ist, beschließen wir mehrere Nächte in diesem sehr schön gelegenen, gut geführten Camp zu bleiben, zumal es von hier nur wenige Meter zum Nationalpark und nur wenige Kilometer zu den Tierkonzentrationen am Boteti sind.

Nachdem wir entdecken, dass es im Camp sehr gutes und reichliches Abendessen gibt, fällt uns der Verzicht auf die Campsite mitten im Park leicht und wir genießen die angenehmen Sanitäreinrichtungen und, wenn wir nicht im Park bei den Elefanten sind, den Swimmingpool.

Spass im Bad

aber nicht für Menschen

grazile Giraffe

hier kommt der Boss

Synchrontrinken…keine olympische Disziplin

ihr könnt mich nicht sehen, ich bin hinter einem Zweig getarnt

Auch Kudus beißen sich in den Schwanz

kapitaler Kudubulle

Kudubullen kuscheln

so sieht der Weg in den Nationalpark aus

Elefanten gibt es hier zu hunderten, im dichten Buschbewuchs kann es vorkommen, dass man selbst 6000 Kilo Bullen erst auf 5 oder weniger Meter entdeckt. Wir möchten natürlich nicht in ein gemütlich fressendes Rüsseltier hineinfahren oder, noch schlimmer, eins erschrecken. Daher erfordert das Fahren hier extreme Konzentration und Geduld: Ein „Riesenbulle“ steht gemütlich mal links, mal rechts des Weges äsend im Busch und verhindert für diesen Nachmittag die Weiterfahrt, nach ca. einer Stunde Wartezeit kehren wir um, denn eine Umfahrung gibt es nicht.

Die letzte Nacht für diesmal am Boteti verbringen wir dann im Park. Ab dem frühen Nachmittag braut sich rings herum ein Riesengewitter zusammen, es wetterleuchtet überall und der Wind nimmt zu. Ebenfalls rundherum sehen wir heftigste Regenwände heruntergehen. Mitten in der Nacht stehen wir dann für ca. zwei Stunden im Zentrum des Unwetters, sprichwörtlich ununterbrochen blitzt und donnert es heftigst, die Pausen zwischen den Entladungen liegen im Bereich weniger Sekunden. Die Donner sind teilweise so laut, dass wir deren Schalldruck am Körper spüren. Regelmäßig linsen wir aus den Fenstern, um zu sehen, ob der starke Regen zu einer Überspülung des Bodens führt und uns zu einem Standortwechsel zwingt.

einfach eindrucksvoll

Schnupperprobe

mobiles Fotostudio

konzentrierte Fotografin…

…in voller Aktion

eigentlich ist das hier der Hippo-Pool…

…die Elefanten scheren sich aber nicht darum

6 Tonnen Roadblock

Doppelkudu mit Flusspferd

Größenvergleich (Kudus sind ungefähr so groß wie Hirsche)

frech guckender Jungbulle

ohne Krawatte und Manschettenknöpfe

Am nächsten Tag lesen wir dann von der Flutkatastrophe im Nordosten Südafrikas. Wir werden vor Abreise aus Maun, wo wir gerade ein paar Ruhetage in der Maun Lodge verbringen, sorgfältig überprüfen, ob wir wie geplant Moremi und Savuti ansteuern können.